Bei Velvet Edition entstehen Publikationen von und mit Velvet: Die Velvet-Instantmagazine werden auf gemeinsamen Reisen vor Ort realisiert. Die Reise startete in Hongkong, es folgten Havanna, eine italienische Autobahnraststätte, Brooklyn, La Brévine im Jura, Tirana und 2006 das Minen verseuchte Laos. Die Herausgabe der diversen Buchprojekten beschäftigt sich mit interdisziplinären Untersuchungen im Spannungsfeld von Kunst, Kultur und Lokalkolorit. So entstand auch das Buch «Sedel 1981-2001, 20 Jahre Musikgeschichte des Musikzentrums in Luzern» ? es wurde vom Bundesamt für Kultur zu einem der schönsten Schweizer Bücher prämiert.
Sonne, Wasser, Licht und Luft, ausgelassenes Beisammensein an den Ufern des Vierwaldstättersees. Das ist seit 1919, seit der Eröffnung des Strandbades Weggis, ganz normal. Dort tummelten sich damals
erstmals in der Schweiz Frauen und Männer gemeinsam am Strand und im Wasser. Das neue Freizeit- und
Freiheitsgefühl packte viele. Plakate warben für die modernen Strandbäder, Badekleider wurden plötzlich wichtig, weil das Baden nicht mehr hinter Holzwänden stattfand, sondern zum gesellschaftlichen Ereignis wurde. Das Fotographieren am Strand entwickelte sich zur echten Plage, gewährt uns
heute aber auch viele spannende Einblicke in das Badeleben der Zwanziger- und Dreissigerjahre.
Bis es aber so weit war, dauerte es ein ganzes Jahrhundert. Die Luzerner Bäder dokumentieren die spannende architektonische Entwicklung, vom kleinen privaten Badehäuschen zum imposanten Holzfort, vom ersten schweizerischen Strandbad bis zum modernen Lido als Freizeit- und Tourismusanlage, vom ersten, mit Palisaden eingezäunten Schwimmfeld zum offenen Freibad im Uferpark.
Das Buch erzählt vom Baden im See und in der Reuss, legt die originalen Pläne der Luzerner Badeanstalten aus, schildert die Zeit, als die Behörden noch mit Verboten der Badelust des Volkes Einhalt gebieten wollten und schliesslich kapitulierten, holt Fotos, Plakate und Prospekte hervor, die das Strandleben in den schönsten Formen und Farben zeigen und präsentiert exquisite Badekleider von 1890 bis heute, eine wahre Augenweide.Gestaltung: velvet Herausgeber: Heinz Horat, Verlag: Hier & Jetzt
40 s/w und 50 farb. Fotos / gebunden / 17.5 cm x 21.5 cm / deutsch /
Seit der Werkschau in der Kunsthalle Bern, dem Grossprojekt «Fairytales» im Rahmen der Dokumenta in Kassel und der Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Herzog & De Meuron am «National Stadion» für die Olympischen Spiele 2008 in Beijing ist Weiwei hier in aller Munde.
Der systemkritische chinesische Konzeptkünstler, Architekt, Filmer und Schreiber steht permanent im Rampenlicht. Seine unbequemen Äusserungen zum vollendeten Stadion, zur aktuellen Krise in Tibet und zur Entwicklung Chinas in ein neues Zeitalter liegen erfrischend quer zum gewohnten Bild des Landes. Die durch sein Schaffen erlangte Popularität verleiht ihm den ausserordentlichen Schutzmantel, auch aus chinesischer Sicht unzensurierte, kritische Fragen zur Zukunft des globalen Zusammenlebens stellen zu können. Für uns im Westen sicher eine der interessantesten Persönlichkeiten aus dem grossen Volk hinter der langen Mauer. Aber auch in China ist er eine der wichtigsten kulturellen Brücken zur westlichen Welt.
Für die Entwicklung seiner aktuellen Werkdokumentation wünschte sich der Künstler einen westlichen Sparringpartner und fand ihn, durch die Vermittlung des Galeristen Urs Meile, in der Gestaltungs- und Werbeagentur velvet in Luzern.
Für velvet war die Zusammenarbeit «Nicht nur spannender gestalterischer Austausch, sondern vorallem auch Einblick in die chinesische Kultur und chinesische Befindlichkeit in Zeiten des rasanten Wandels.»
Während zwei Wochen verschaffte sich Wolfgang Möhrle vor Ort, in Beijing, einen Überblick über das umfangreiche Werk Weiweis. Zusammen mit dem Künstler entwickelte er ein Konzept, das anschliessend im velvet-Team in Luzern, mit Peter Moser als Artdirector, in Buchform gebracht wurde.
Entstanden ist die in der Kunstwelt seit langem erwartete, gut 200 Seiten starke, faszinierende Dokumentation «Ai Weiwei / Works 2004 — 2007».
Herausgeber: Urs Meile, JRP|Ringier Verlag Texts: Philip Tinari, Peter Pakesch, Charles Merewether Übersetzung: Gunilla Zadigh Gestaltung: velvet creative office
224 Seiten / gebunden / 22 cm x 28.5 cm / englisch / ISBN 978-3-905829-27-3