Bei Velvet Edition entstehen Publikationen von und mit Velvet: Die Velvet–Instantmagazine werden auf gemeinsamen Reisen vor Ort realisiert. Die Reise startete in Hongkong, es folgten Havanna, eine italienische Autobahnraststätte, Brooklyn, La Brévine im Jura, Tirana und 2006 das Minen verseuchte Laos. Die Herausgabe der diversen Buchprojekten beschäftigt sich mit interdisziplinären Untersuchungen im Spannungsfeld von Kunst, Kultur und Lokalkolorit. So entstand auch das Buch «Sedel 1981–2001, 20 Jahre Musikgeschichte des Musikzentrums in Luzern» ? es wurde vom Bundesamt für Kultur zu einem der schönsten Schweizer Bücher prämiert.
Seit der Werkschau in der Kunsthalle Bern, dem Grossprojekt «Fairytales» im Rahmen der Dokumenta in Kassel und der Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Herzog & De Meuron am «National Stadion» für die Olympischen Spiele 2008 in Beijing ist Weiwei hier in aller Munde.
Der systemkritische chinesische Konzeptkünstler, Architekt, Filmer und Schreiber steht permanent im Rampenlicht. Seine unbequemen Äusserungen zum vollendeten Stadion, zur aktuelle Krise in Tibet und die Entwiklung Chinas in ein neues Zeitalter liegen erfrischend quer zum gewohnten Bild Chinas. Die durch sein Schaffen erlangte Popularität verleiht ihm den ausserordentlichen Schutzmantel auch aus chinesischer Sicht unzensurierte, kritische Fragen zur Zukunft des globalen Zusammenlebens stellen zu können. Für uns im Westen sicher eine der interessantesten Persönlichkeiten aus dem grossen Volk hinter der langen Mauer. Aber auch in China ist er eine der wichtigsten kulturellen Brücken zur westlichen Welt.
Für die Entwicklung seiner aktuellen Werkdokumentation wünschte sich der Künstler einen westlichen Sparringspartner und fand ihn, durch die Vermittlung des Galeristen Urs Meile, in der Gestaltungs– und Werbeagentur velvet in Luzern.
Für velvet war die Zusammenarbeit «Nicht nur spannender gestalterischer Austausch,
sondern vorallem auch Einblick in die chinesische Kultur und chinesische Befindlichkeit
in Zeiten des rasanten Wandels.»
Während zwei Wochen verschaffte sich Wolfgang Möhrle vor Ort, in Beijing, einen Überblick über das umfangreiche Werk Weiweis. Zusammen mit dem Künstler entwickelte er ein Konzept, das anschliessend im velvet–Team in Luzern, mit Peter Moser als Artdirector, in Buchform gebracht wurde.
Entstanden ist die in der Kunstwelt seit langem erwartete, gut 200 Seiten starke, faszinierende Dokumentation «Ai Weiwei / Works 2004 — 2007».
Herausgeber: Urs Meile, JRP|Ringier Verlag Texts: Philip Tinari, Peter Pakesch, Charles Merewether Übersetzung: Gunilla Zadigh Gestaltung: velvet creative office
224 Seiten / gebunden / 22 cm x 28.5 cm / englisch / ISBN 978–3–905829–27–3